Fukushima

Am 11. März 2011 löst ein Erdbeben der Stärke 9 vor Japans Küste einen Tsunami aus. Eine 15 Meter hohe Welle trifft das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. In drei der sechs Reaktoren kommt es zu einer Kernschmelze.

Drei Tage später verkündet Kanzlerin Merkel ein „Atom-Moratorium“. Alle 17 deutschen Atomkraftwerke werden einer Sicherheitsprüfung unterzogen, die acht ältesten Reaktoren abgeschaltet. Insgesamt wird eine Kapazität von 8,4 Gigawatt vom Netz genommen. Die 2009 beschlossene Laufzeitverlängerung wird zurückgenommen. Nun soll doch bis 2022 aus der Atomkraft ausgestiegen werden. Damit kehrt Deutschland praktisch zum rot-grünen Ausstiegsbeschluss zurück. Im Bundestag stimmt eine breite Mehrheit für den neuerlichen Atomausstieg.